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Was mir so in den Sinn kommt...

Samhain

Veröffentlicht am 31.10.2021

 

ein uraltes Fest. Bei den Germanen und Kelten das Ende des alten Jahres und der Beginn des neuen Jahres. Das Lebensrad dreht sich weiter und ein neuer Zyklus beginnt. In der Natur beobachten wir ein großes Sterben. Aber nur dadurch, dass altes geht kann auch wieder Neues entstehen. 

Und was spüre ich gerade in dieser Zeit?
Ich nehme wahr, dass die Natur sich zurückzieht. Die Blätter der Bäume leuchten in den schönsten Herbstfarben und zaubern mir ein Lächeln ins Gesicht. Es riecht wunderbar erdig und leicht modrig.
Ich liebe es, durch das gefallene Laub zu rascheln. Da kommen Kindheitserinnerungen hoch

Wann habt ihr das letzte Mal mit beiden Händen ins trockne Laub gefasst und es in die Luft geschmissen und auf euch niederfallen lassen? Ich kann da wieder so richtig Kind sein.

Wie schön ist es, wenn ich morgens bei uns laufen gehe und die Sonne durch die Nebelfelder über dem Federbachbruch scheint. Einfach verzaubernd. Aber auch, wenn es ungemütlich nasskalt und trüb nebelig ist, scheint doch alles irgendwie verschleiert, zeigt ein neues unvertrautes und doch magisch-verzauberndes Gesicht.

Die warmen Sommertage sind eindeutig vorbei und wir dürfen uns mit der Vergänglichkeit – dem Sterben und dem Loslassen – Abschied nehmen beschäftigen. In der christlichen Kultur feiern wir zu dieser Zeit die Feste Allerheiligen und Allerseelen und erinnern uns an unsere Ahnen – an die, die vor uns gelebt haben und mit denen wir uns verbunden fühlen.

Für die Kelten und Germanen waren zu Samhain die Tore zur Anderswelt besonders weit offen. Auch sie haben ihrer Verstorbenen gedacht und es war in dieser Zeit sehr einfach, mit ihnen in Kontakt zu treten. Nach ihrem Glauben beschützten die Ahnen ihre Familien.  So wurden die Ahnen um Rat gefragt, eine gute Zeit zum Orakeln. Es war eine Zeit zu der die Lebenden und die Toten einander begegnen, feiern und gemeinsam tanzen konnten.

Samhain ist auch der Frau Holle gewidmet. Sie erscheint jetzt als Totengöttin, als weise Alte und schwarze Erdengöttin. Sie lehrt uns, dass es ohne Tod kein Leben gibt. Alles ist ein großer Kreislauf aus Werden und Vergehen. Frau Holle wacht über die Verstorbenen und holt sie heim. Sie zeigt uns allerdings auch, dass es kein endgültiges Ende gibt. Ein kleiner Funke bleibt erhalten und sorgt dafür, dass das Leben weitergeht. Man könnte auch sagen die Essenz oder der Geist des Lebens.

Im Alpenraum kennt man sie als Percht. Sie führt die sogenannte „große Jagd“ an, die mit den großen Herbststürmen die Seelen der Verstorbenen einsammelt und in Mutter Erdes Schoß bringt.

Heutzutage feiern wir Halloween – diese Art dieses alte Fest zu feiern wurde von den Iren mit der großen Außwanderungswelle nach Amerika gebracht und hat seit vielen Jahren auch bei uns hier Fuß gefasst. Vor vielen Häusern stehen ausgehöhlte Kürbisse – in früheren Zeiten wurden Rübengeister geschnitzt – Diese Rübengeister sollten vor Geistern und Dämonen schützen. Und die Jugend hat ihren Spaß dabei, von Haus zu Haus zu ziehen, um Süßigkeiten einzusammeln.

Draußen wird es jetzt immer früher dunkel und ich genieße es, mich zu Hause mit einer Decke auf die Couch zu kuscheln und bei einer feinen Tasse Tee ins Licht einer Kerze oder das Feuer im Ofen zu schauen. Das ist echt meditativ.

Ich freue mich auf die kommende Zeit von Herbst und Winter, die schon für unsere Vorfahren eine Zeit voller Zauber und Magie war. Es ist eine schöne Zeit für Räucherrituale und zur inneren Einkehr. Eine ruhige Zeit. Sie lädt uns ein, alles zu überdenken – alte unliebsame Gewohnheiten oder Verhaltensmuster, die jetzt ausgedient haben, zum Beispiel. Altes loslassen – Neues erschaffen.

Schönes Räucherwerk zu Samhain sind zum Beispiel: Wacholder, Kiefernholz, Fichtenharz, Beifuss, Engelwurz, Holunderblüten, Eisenkraut, Birkenholz oder getrocknete Orangenschale. 

Es gibt auch alte, volkstümliche Bräuche zu Samhain:

- ihr könnt alle bösen Geister vertreiben, wenn ihr einen Hexenbesen vor die Tür stellt

- Eure Ahnen finden den Weg nach Hause, wenn ihr ihnen eine brennende Kerze auf der
  Fensterbank anzündet.

- Damit eure Ahnen sich stärken können, lasst über Nacht immer etwas Essen und Trinken oder
  auch etwas Süßes auf dem Tisch stehen.

 

Etwas besonders leckeres und zudem hilfreich für unsere Abwehrkräfte ist ein Hagebuttentee aus frischen Hagebutten. Sammelt dazu eine gute Handvoll Hagebutten. Diese waschen und halbieren. Dann setzt ihr die Hagebutten mit etwa einem ¾ Liter Wasser an und lasst sie über Nacht stehen. Am nächsten Morgen kurz zum Kochen bringen und noch gut 10 Minuten ziehen lassen. Danach durch ein sehr feines Teesieb abfiltern, damit auch die feinen Haare zurückbleiben.

 Das ergibt einen sehr fruchtigen, leicht nach Vanille schmeckenden Tee.

 

Euch allen ein schönes Samhain

 

Angelika 



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HERBST-TAGUNDNACHTGLEICHE

Veröffentlicht am 22.09.2021

Spürt ihr es auch?

Wenn ich durch Wald und Wiesen streife, riecht es nach Herbst. Nach modrigem Laub, warmer feuchter Erde, reifem Obst und frischen Pilzen. Die Nächte sind empfindlich kühl geworden. Und morgens liegt schwer der Nebel auf den Wiesen und Feldern.
Wenn ich Glück habe und die Sonne scheint, kann ich auf den Gräsern und den kunstvoll gewebten Spinnennetzen Tautropfen, die wie kleine Diamanten in der Sonne glitzern, bewundern.

Es ist eine mystische Stimmung. Wer genau hinschaut, bemerkt vielleicht, wie sich die Farbe der Bäume bereits verändert. Die Transformation beginnt. Die Natur leuchtet nochmals in den leuchtendsten Herbsttönen – purpurrot – lila – gelborange – bevor die Blüten und Blätter welken und sterben.

Wenn die Bäume ihre Blätter verloren haben werden auch wir uns unserer Sterblichkeit bewusst. Und wenn wir genau hinsehen, sehen wir in den ehemaligen Blattachsen schon die neuen Knospen sitzen. Das neue Leben ist schon angelegt, der Kreis des Lebens setzt sich fort.  Leben – Sterben – Wiedergeburt. Der große Kreislauf der Natur. Für mich steckt da viel Zuversicht drin.

Ab jetzt nehmen normalerweise die Herbststürme zu. Meist auch die Regenfälle.
Seien wir gespannt, wie es dieses Jahr kommt.

Die helle Jahreshälfte ist nun zu Ende – die dunkle Zeit beginnt. Mit all ihren wunderbaren Qualitäten. Die Ernte ist eingebracht, und wenn es ein gutes Jahr war, sind die Vorratskeller und Getreidespeicher gut gefüllt. Es wird eingekocht, getrocknet, gesaftet und Holz gemacht.

Meine Apfelernte dieses Jahr war gigantisch. Im Keller lagern jetzt jede Menge leckeres Apfelmus, Apfelkompott und getrocknete Apfelringe.  Auch getrocknete Apfelstücke, die später meine verschiedenen Teemischungen bereichern, warten im Keller auf weitere Verwendung.

Wir sammeln Nüsse und Kastanien – schmecken euch die gerösteten Maroni auch so gut?

Auch warme Kleidung und warme Betten werden hervorgeholt.

Instinktiv stellen wir uns auf die Veränderungen der Natur ein – was ja eigentlich nicht wirklich verwunderlich ist, wir sind ja schließlich ein Teil der Natur (auch wenn wir das manchmal vergessen haben).

Ich freue mich jetzt wieder auf gemütliche Abende zu Hause bei einer leckeren Tasse Tee auf der Couch, in eine schöne Wolldecke gewickelt mit einem guten Buch und einer schönen Kerze auf dem Tisch. Auf wärmende Eintöpfe und Kürbisgerichte, auf die ruhige, sanfte Energie der goldschimmernden Herbsttage. Es liebe es, mein Haus mit Fundstücken aus der Natur zu schmücken. So ist auf unserem Tisch eine Ecke reserviert für all die Schätze, die mir unterwegs begegnen und mitgenommen werden wollen. Kleine Zapfen, die ein oder andere Feder, Nüsse oder Kastanien, ein besonders schönes Blatt, und noch so einiges.  

Was macht dir jetzt Freude?

Zu allen Zeiten gab es Erntedankriten – Opferriten, vor allem in den matriarchalischen Bräuchen.

Wenn wir uns vor Augen führen, wie wichtig eine gute und reiche Ernte für das Überleben der Menschen im Winter war, können wir vielleicht nachvollziehen, wie bedeutsam den Menschen der Dank an Mutter Erde gewesen sein muss, die die Menschen mit ihren Gaben beschenkt hat.
Man hat den Naturgeistern und Mutter Erde immer ein paar Feldfrüchte und Korngarben überlassen. Für die Tiere nicht alles Obst und Gemüse abgeerntet, so dass für sie auch noch genug übrig war.

In unserer Zeit, da wir von überall auf dem Planeten, zu jeder Jahreszeit quasi aus dem Vollen schöpfen können, fällt es wohl schwer, sich in die ursprüngliche Qualität dieses Festes einzufühlen ~ zumal die Geschenke der Mutter Erde von wenigen übermächtigen Konzernen zu Profit und Kapital gemacht werden und die traditionellen Erntefeste zu reinen Volksfesten verkommen sind. Dankbarkeit für eine gute Ernte spielt da kaum noch eine Rolle. Eigentlich schade.

Wie können wir also heute unsere Dankbarkeit für die Geschenke der Mutter Erde zeigen?

Nun, wir können zum Beispiel im Garten nicht alles aufräumen, sondern für Igel, Spinnen, Käfer und andere Tiere Totholzhaufen in einer ruhigen Gartenecke aufschichten und mit Laub abdecken.
Insekten freuen sich über stehengelassene Blütenstängel, in denen sie überwintern können. Auch einige Blätter auf einen dünnen Draht aufgefädelt und in den Baum gehängt dienen als warmer Unterschlupf für Insekten und baumeln lustig im Baum hin und her.

Wir können uns und die Naturgeister erfreuen, wenn wir in die Bäume trockene Äste, kleine Kränze oder Wurzeln hängen, an denen wir mit bunten Bändern oder Wollfäden Muscheln, Steine, Glöckchen oder Federn und andere Fundstücke befestigt haben.

Hier ist eine Idee für ein mögliches Dankbarkeitsritual:

Nimm dir einen schönen Korb oder eine schöne Schale und fülle sie mit all den Gaben, die dir Mutter Erde in diesem Jahr geschenkt hat. Nimm ganz bewusst die Fülle in deinem Leben wahr und erinnere dich an ganz besondere Momente oder Situationen. Bist du einzigartigen Menschen begegnet, die dich auf zauberhafte Weise bereichert haben. Was ist in diesem Jahr in dir gereift?
Kannst du ein Gefühl der Dankbarkeit entwickeln für vermeintlich selbstverständliches?  

Wenn du ein paar schöne bunte Zettel hast, kannst du das, was dir dazu in den Sinn gekommen ist darauf schreiben und mit in deinen Korb füllen. Oder aber du suchst dir ein Symbol dafür (du kannst zum Beispiel für jedes Geschenk von Mutter Erde eine Nuss, eine Eichel, eine Kastanie oder einen kleinen Apfel in deinen Korb legen).
Besonders magisch wird dieses Ritual, wenn du dich dafür an einen Platz begibst, an dem du dich ganz besonders mit Mutter Erde verbunden fühlst.

Wenn dein Korb gefüllt ist, blicke auf die Fülle dieses Jahres, nimm die Fülle deines Lebens wahr. Und wenn es dir ein gutes Gefühl gibt, kannst du dich bei Mutter Erde für diese reiche Ernte mit einem besonderen Geschenk bedanken. Das kann eine besonders schöne Blume, ein Fundstück, das deine Aufmerksamkeit erregt hat, ein kleiner Heilkräuterstrauß, ein Apfel, eine Birne, ein schönes Lied, Gedicht oder auch ein Tanz sein – ihr zu Ehren!

Wie hast du dieses Fest gefeiert?

 

Mein Rezept für einen ganz besonderen Heilkräutersirup für die kommende Erkältungszeit:

Nimm je eine kleine Handvoll Salbei, Thymian, Dost, Zitronenmelisse sowie die rosa Zungenblüten der Echinacea (wenn du welche hast). Die Kräuter klein schneiden.
In einem Topf koche ½ L Wasser und ½ kg Honig auf.
Gib die geschnittenen Kräuter dazu und streue 20g Weinstein darüber.
Das ganze einmal kräftig durchrühren und abgedeckt etwa 2-3 Tage an einem kühlen Ort ziehen lassen. Danach abseihen und nochmals aufkochen. Jetzt kannst du ihn heiß in saubere Flaschen abfüllen.

Diesen Sirup kannst du bei Bedarf löffelweise pur einnehmen oder Tee damit süßen. Du kannst ihn auch mit warmen, oder kaltem Wasser, zu einem leicht süßen Getränk verdünnen. Probiere die für dich angenehme Dosierung aus. Zur Stärkung deines Immunsystems 3 Wochen lang täglich ein Glas davon trinken.

Lass es dir schmecken und bleibe gesund!

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Lughnasadh ~ Lammas ~ Schnitterin

Veröffentlicht am 01.08.2021

Mal ganz ehrlich, wer von euch kennt das Fest der Schnitterin – das keltische Lughnasadh oder auch Lammas genannt?

Mir ist es erst begegnet, als ich mich mit den alten Ritualen und den Jahreskreisfesten beschäftigt habe.

Wir haben Hochsommer – auch, wenn wir dieses Jahr viel Regen und noch nicht ganz so heiße Sommertage hatten.
Meist ist diese Zeit geprägt durch die Hundstage – die Zeit der größten Hitze und Trockenheit.
Bei uns in Baden-Württemberg sind Sommerferien und alle zieht es an die Baggerseen oder ins Schwimmbad.
Bei hochsommerlichen Temperaturen – ich denke gerade an die letzten zwei Jahre und schwitze allein beim Gedanken daran –
lässt es sich am besten im Schatten der Wälder oder an Gewässern aushalten.
Die Hitze der letzten Wochen (ja, es war auch heiß zwischendurch) hat das Getreide reifen lassen. Es war ein schönes Bild,
als sich die in der Sonne golden glänzenden Getreidefelder im Wind gewiegt haben.

Bevor nun die enorme Sonnenkraft das Getreide vollends vertrocknet hat, kommen die Schnitterinnen mit ihren Sicheln.
Sie schneiden das Getreide – sie bringen quasi mit dieser Sichel den Getreidekindern den Tod.
Die letzte Garbe wurde auf dem Feld belassen, um der Göttin -je nach Kulturkreis der germanischen Demeter,
der römischen Ceres oder auch Rheia – der griechischen Tochter der Urmutter Gaja, für ihre Fruchtbarkeit zu danken.
Durch das Sterben des Getreides und die Transformation (das gemahlene Mehl) kann neues entstehen- nämlich das
uns nährende Brot. Also Tod und neues Leben zugleich. Ein immerwährender Kreislauf.

Ganz so magisch geht es heute leider nicht mehr zu.

In der heutigen Landwirtschaft haben riesige Mähdrescher diese heilige Aufgabe übernommen.
Im Vordergrund steht der Profit und nicht mehr die Verbindung zur Mutter Erde – der Kornmutter – die dafür sorgte,
dass im Winter die Kornspeicher gefüllt waren.

Anfang August beginnen die sogenannten Frauendreißiger. Das sind dreißig besonders magische Tage.
In dieser Zeit – so heißt es – hätten die Kräuter eine ganz besondere Heilkraft.
Sie wurden getrocknet und dienten den Menschen über den Winter als Hausapotheke.
Es konnten alle Gegenstände, Steine, Federn, Pflanzen, Kräuter oder auch Wurzeln gesammelt und gesegnet werden,
die für Heilungszwecke oder Rituale genutzt wurden. In dieser Zeit verarbeitete Kräuter waren besonders heilkräftig.

Die katholischen Kirche hat dieses Fest übernommen. Wir kennen es als das Fest der Kräuterweihe zu Maria Himmelfahrt am 15. August.
Ein Fest, an dem Heilkräuter zu sogenannten Kräuterbuschen gebunden wurden und in einem feierlichen Gottesdienst geweiht wurden.

Mache dir doch zum Beispiel ein Kräuterkissen. Es hilft gut ein- und durchzuschlafen.

* Nimm einen kleinen Stoffbeutel oder einen kleinen Kissenbezug.
Fülle gut durchgetrocknete beruhigende und heilsame Kräuter hinein,
wie zum Beispiel Zitronenmelisse, Lavendel, Lindenblüten, Hopfenzapfen, Kamillen- oder Rosenblüten,
auch Beifuß oder Johanniskraut oder Holunderblüten kannst du verwenden.
Danach nähe den Beutel zu.
Wenn du es besonders weich haben möchtest, kannst du auch noch etwas Schafwolle dazugeben.
Da die Füllung jedes Jahr erneuert werden sollte, kannst du die Kräuter auch in ein kleines separates Beutelchen füllen.
Dann geht der Austausch leichter.

 

Wir können jetzt im August spüren, dass auch die Sonnenkraft immer mehr „beschnitten“ wird.
Die Tage werden ganz langsam wieder kürzer, die Nächte werden wieder kühler. Manchmal riecht es sogar leicht nach Herbst.
Die Energie wendet sich nun wieder nach innen – diesen Schnitt können wir spüren, wenn wir in uns hineinfühlen.

Kann es sein, dass auch wir diese Zeit und die dahinter stehende Energie für uns nutzen können?

Wofür bist du dankbar? Was ist besonders gut gelungen? Welche Ernte konntest du einfahren? Worauf bist du stolz?
Es ist Zeit, das Erreichte zu würdigen und dankbar zu genießen. Was immer es auch ist, es ist die richtige Zeit,
uns anzuerkennen für das was wir sind und was wir gelernt, gegeben und geleistet haben. Ganz egal, in welchem Bereich.
Sei es im Beruf, bei der Arbeit in der Familie, in langjährigen Beziehungen oder beim Aufziehen von Kindern, i
m öffentlichen Leben, im Ehrenamt, in der Kunst, Wissenschaft oder Lehre, wo auch immer.


Die Schnitterin mit Ihrer Sichel kann uns durch ihre Konsequenz und Klarheit unterstützen einen klaren Schnitt zu machen, wo es nötig ist.
Bewusst loszulassen. Nein zu sagen, Grenzen zu ziehen, etwas kraftvoll zu beenden, zu klären, Entscheidungen zu treffen,
alte Zöpfe abzuschneiden!

Hilfreiche Fragen können sein:
Was ist reif? Was gibt es für mich zu schneiden?
Wo möchte ich Licht und Luft ins Dickicht bringen?
Gibt es alte Fäden zu durchtrennen?
Was möchte ich beenden, was gibt es zu entscheiden?
Gibt es Strukturen, Vorgaben, Lebensbereiche oder auch Menschen, die mir nicht gut tun?

Prüfe das für dich und rufe dabei die Kraft und Energie der Schnitterin in dein Leben.
Besondere Kraft entfaltet sich dabei, wenn du wirklich etwas mit einer Schere oder Sichel symbolisch abschneidest.
Sei kreativ. Du kannst zum Beispiel kleine Kärtchen beschreiben mit dem, von dem du dich trennen möchtest,
dieses an einen Faden binden und dann bewusst abschneiden.
Durch diesen rituellen Schnitt kannst du dich von der negativen Energie lösen und befreit weiter mit dem Strom des Lebens fließen.

Probiere es doch einfach aus!

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Litha ~ Mittsommer ~ Sommersonnenwende

Veröffentlicht am 22.06.2021

st Heute Nacht war Sommersonnenwende – auch Litha oder in den nordischen Ländern Mittsommer genannt.

Litha ist ein Wendepunkt im Jahreskreis. Dies Sonne hat ihren höchsten Stand erreicht. Heute ist der längste Tag und die kürzeste Nacht im Jahr.  Von nun an werden die Tage wieder kürzer, bis zum nächsten Wendepunkt, der Wintersonnwende im Dezember.

Ich verbinde mit der Sommersonnenwende die wunderschönen Sonnwendfeiern und Sonnwendfeuer. An manchen Orten leuchten ganze Bergtäler im Schein der Feuer, die auf den umliegenden Bergen entzündet werden und früher wurde die Sommersonnenwende eine ganze Woche lang gefeiert.

Bei den Sonnwendfeiern mit ihren Feuern ist es Brauch, dass Liebespaare Hand in Hand übers Feuer springen, um Ihre Verbindung mit Liebe und Fruchtbarkeit zu segnen. Früher sollte dieser Sprung über’s Feuer auch einen Einfluss auf das Wachstum des Getreides haben. Je höher der Sprung, desto höher werden die Ähren wachsen.  

Diese Feuer sind Sinnbild der Feuerkraft der Sonne, die zur Sommersonnwende ihren höchsten Stand erreicht hat und nun ihre stärkste Kraft entfaltet.
Wir freuen uns über laue Sommernächte, die Wärme und die leckeren roten Beeren, die uns jetzt geschenkt werden. Wir fühlen uns angeregt, vitalisiert und voller Energie.

Wie erfrischend ist ein Bad im kühlen See oder im Freibad an heißen Sommertagen!
Ich liebe es, im warmen Sonnenregen zu tanzen, die warmen Tropfen auf meiner Haut zu spüren und den feuchten Duft der Erde einzuatmen.

Und wenn wir gerade beim Duft sind. Habt ihr auch in den letzten Tagen diesen hocharomatischen Duft der
Wiesen oder von frischem Heu wahrgenommen? Ich liebe diesen Duft!

Wir können von der Natur lernen, dass sich alles in ständiger Bewegung und Veränderung befindet.
Dass wir eingebunden sind in ein immerwährendes Kreisen, vom einzelnen Tag bis zum Jahreskreis.

Das zeigt sich im ständigen Wechsel von Licht und Schatten, Hitze und Kühle, Hell und Dunkel, Feuer und Wasser.
Täglich strebt die Kraft der Sonne ihrem Höhepunkt, der Mittagshitze zu, um sich dann zurückzuziehen und
allmählich wieder schwächer zu werden. Sie macht der Abenddämmerung und der Kühle der Nacht Platz.
Es ist ein Pendeln zwischen dem Zenit zur Mittagszeit und dem Gegenpol zu Mitternacht.
Ein immerwährender Prozess. Wir können das spüren, wenn wir in der intensiven Mittagshitze automatisch den Gegenpol
des Schattens und des Wassers suchen oder wir uns in der dunkelsten und tiefsten Nacht über das Leuchten
des Mondes oder den Sonnenaufgang erfreuen.

Die Pflanzen, die bisher eher in die Höhe gewachsen sind, werden jetzt voluminöser, setzen Früchte an und kommen ins Reifen.
Die Natur schenkt uns nur in dieser Zeit Blüten, Blätter und Früchte zur gleichen Zeit.
Die Rosen stehen in voller Blüte und betören uns mit ihrem Duft.
Wusstet ihr, dass ätherisches Rosenöl zu den teuersten, wertvollsten und feinsten Düften gehört
und für etwa 20 – 30g ätherischen Rosenöls 100 Kilogramm Rosenblütenblätter benötigt werden?

In der Mythologie gilt die Mittsommernacht seit jeher als die hohe Zeit des kleinen Volkes.
Der Naturwesen, der Luft- und Feuergeister, der Elfen, Feen und Zwerge, die gemeinsam unterm Hollerbusch
die Nacht der Liebe feiern. Wassernixen lassen ihre betörenden Lieder erklingen und Glühwürmchen sollen uns

zu magischen Plätzen führen. Eine zauberhafte Vorstellung.
Alle erliegen in dieser besonderen Zeit dem Zauber, der alles umfassenden Liebeskraft,
und wirklich niemand ist sicher vor Eros, der mit seinen Liebepfeilen durch die Mittsommernacht streift.

Auch ich streife in dieser Zeit gerne durch die Natur, um die Sonnwendkräuter zu sammeln,
die meine Hausapotheke in Form von Tee, Tinkturen, Kräuterölen etc. bereichern.

Hier eine kleine Auswahl an Kräutern, die zu Sonnwend geerntet werden können:

Rosenblüten, Zitronenmelisse, Johanniskraut, Mädesüß, Lavendel, Thymian und Schafgarbe, sowie Holunder- und Lindenblüten.

 

Ein besonderer Genuss ist ein Sommerblütenlikör aus besonders fein duftenden Blüten

Dafür verwende ich je zwei Handvoll Blüten von Duftrosen, Mädesüß und Linde.
Zusätzlich einen Zuckersirup aus 1kg Zucker aufgelöst in 1 Liter kochendem Wasser und 700 ml Weinbrand (Obstler oder Korn gehen auch).

Die Blüten mit dem heißen Zuckersirup übergießen und abgedeckt über Nacht ziehen lassen.
(Von den Rosenblütenblättern schneide ich den leicht bitter schmeckenden weißen Teil gerne ab.)
Danach den Weinbrand hinzufügen und etwa zwei Wochen in der Sonne stehen lassen.
Dann abfiltern und ca. ein halbes Jahr reifen lassen.

Das gibt ein wunderbares Weihnachtsgeschenk für besonders liebe Menschen, eignet sich aber
auch hervorragend zum selber genießen

Herzliche Grüße und lasst euch von der Mittsommerzeit verzaubern

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Beltane und Walpurgisnacht

Veröffentlicht am 28.04.2021

 

Beltane ist eines der bekanntesten Feste im keltischen Jahreskreis.

Ein Fest der Sinnlichkeit und Lebensfreude!

Ein Fest der Fruchtbarkeit, das gefeiert wurde, wenn der Weißdorn voll erblüht ist. 

Es ist ein magisches Fest, ein Fest der Frauen, deren Göttlichkeit an diesem Tag geehrt und gefeiert wird.


Der Aspekt der Fruchtbarkeit zeigt sich in der Natur ganz deutlich. Das neue Leben entfaltet sich.

Die Natur kleidet sich in ihr grünes Kleid.
Habt ihr schon mal bemerkt, wie facettenreich die Grüntöne jetzt im Frühjahr sind?


Wenn ich an einem warmen, sonnigen Tag durch die Wiesen gehe, dann weht ein würzig grüner Duft um meine Nase. Ein wahres Duftpotpourri aus frischemGras, würzigen Kräutern, süß duftenden Obstbäumen, Flieder, Maiglöckchen, Waldmeister etc.

Und wenn ich mit wachen Ohren unter einem blühenen Obstbaum stehe, habe ich manchmal das Gefühl, in einem Bienenstock zu stehen. Die Hummeln und Bienen tanzen von Blüte zu Blüte, um süßen Nektar und Pollen zu sammeln und bestäuben die Blüten, damit die Pflanzen ihre Früchte ausbilden können.

Die Vögel erfreuen uns schon früh am Morgen mit ihrem Hochzeitsgesang und verzaubern unseren Tag selbst an regnerischen Tagen.
Die Zeichen der Fruchtbarkeit sind wahrlich nicht zu übersehen!

Auch die Sonne hat immer mehr Kraft, wärmt unsere Haut, lockt uns aus dem Haus und sorgt für gute Laune.
Alle Sinne sind angesprochen und in der Natur liegen Verlockung und Verführung in der Luft.
Wir spüren eine Sehnsucht nach Vereinigung und Fruchtbarkeit.
Wir haben Schmetterlinge im Bauch und Frühlingsgefühle machen sich breit.

Wir freuen uns an kulinarischen Genüssen und genießen die ersten fruchtig-süßen Erdbeeren, den frischen Spargel und Rhabarber.
Die Natur verwöhnt unseren Gaumen mit frischem Sauerampfer und spritzigem Sauerklee – lecker.

Es ist ein alter Brauch – noch aus keltischer Zeit – in den Mai zu tanzen. Große Feuer wurden entfacht. Die Menschen haben den Sieg der Sonne über die Finsternis, den Winter ausgiebig gefeiert. Es wurde gelacht, geliebt, getanzt.

Die jungfräuliche weiße Göttin wandelt sich zu Beltane in die sinnliche, erotische und lustvolle rote Göttin. Die Göttin der Liebe und Leidenschaft. Sie sprüht vor Lebenslust und Freude und tanzt ihr Leben. Der Vollmond ist ihr Symbol.

In den alten Überlieferungen spricht man von der heiligen Hochzeit.
Die sinnliche, kraftvolle und lebenslustige Göttin vereinigt sich mit einem ebenbürtigen Gott und bringt neues Leben hervor.
Himmel und Erde treffen aufeinander.

Der Alte Brauch, einen Maibaum zu stellen, symbolisiert diese Vereinigung.
Der Maibaum ist das Symbol des Männlichen,
der Phallus, der in die mütterliche Erde gerammt wird, um für Fruchtbarkeit zu sorgen.
Einst ein äußerst sinnliches Fest. Heute kommt es eher etwas steif daher. Möglicherweise, weil die alte Bedeutung
nur noch wenig bekannt ist.
Mit bunten Bändern in der Hand, die an der Baumspitze befestigt waren, tanzten die Menschen um den Baum und symbolisierten damit die Verwobenheit miteinander und mit der Natur.
Fruchtbarkeit ist das Thema der Mainacht. Dabei geht es allerdings nicht nur um Sexualität.
Es geht auch um Kreativität, Fülle und Reichtum, für eine gute Ernte und Gesundheit. All dies lässt sich an diesem Tag feiern und mit Ritualen herbeirufen, genauso wie neue Ideen. Welche Ideen möchten in dir wachsen, was will mehr werden?
Es lohnt sich, darüber zu meditieren und nach innen zu schauen.

 

Ein ganz wichtiger Aspekt bei den Feiern zu Beltane ist das Maifeuer.
Mit dem Beltane-Feuer entfachen wir auch den göttlichen Funken in uns. Unser inneres Feuer, unsere innere Sonne hat wieder Kraft und leuchtet warm und klar nach den dunklen Wintertagen.
Natürlich wurde auch um das Feuer getanzt.
Gibt es eine schönere Form seine Lebensfreude auszudrücken, als im Tanz mit dem eigenen Körper?
Wir nutzen das heute viel zu wenig.

Ein schöner Brauch ist es auch, in dieser Nacht übers Feuer zu springen, um Altes hinter uns zu lassen. Uns selbst zu überwinden, unseren Mut neu zu entdecken.
Also, fröhliches Springen allerseits!

Neunerlei heilige Hölzer sollten übrigens in das Feuer kommen: Birke, Eberesche, Eibe, Eiche, Erle, Hasel, Lärche, Ulme und Wacholder. 

Heilende Pflanzen dieser Zeit sind unter anderem: Weißdorn, Löwenzahn, Taubnessel, Birke, Waldmeister, Holunder, Lungenkraut, Frauenmantel, Gundelrebe und Rotklee.

 

Aus den Ranken der Gundelrebe haben sich die Frauen Kränze gewunden und beim Tanz um das Feuer als „Krone“ getragen.

 

 

 

 

 

 

Eine besondere Qualität hat das sogenannte Maiwasser:
zum einen ist der Mairegen überaus wichtig für die Fruchtbarkeit der Erde. Gemeinsam mit der feurigen Kraft der Sonne treibt er das Wachstum an. Die Pflanzen wachsen und treiben dem Licht entgegen.

Und…
Wusstest du, dass der Morgentau des 1. Mai ganz besonders magische Kräfte haben soll?
Er soll die Schönheit stärken und das Altern stoppen.
Hochmagisch sollen übrigens „Tautropfen“ des Frauenmantels sein.
So gibt es den Brauch, sich am Morgen des 1. Mai mit dem Tau das Gesicht zu waschen.
Unsere Gesundheit freut sich auch, wenn wir barfuß über die Taufeuchte Wiese laufen.
Das soll ein Jahr voller Glück und Kreativität bringen.

Worauf wartet ihr noch?

 

Als Fazit bleibt mir nur zu sagen:

der Mai ist zum Verlieben da – für jedes Lebewesen.  Lasst uns lebenslustig unser Leben tanzen!

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Frühjahrs- Tagundnachtgleiche

Veröffentlicht am 20.03.2021
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Warum ich im ausgehenden Winter beim Spazieren gehen gerne nach oben schaue….

Veröffentlicht am 17.02.2021

Haselnuss - Knospe und BlüteHaselnuss - Knospe und BlüteNormalerweise ist mein Blick beim Laufen eher auf den Wegesrand und die Wiesen fixiert. Gibt es da doch allerhand zu entdecken. Sei es ein Kräutlein oder ein Schmetterling. Meine Familie ist nicht immer begeistert, dass ich gefühlt alle paar Meter stehen bleibe um ein Wildkraut zu bewundern oder – was noch länger dauert – zu pflücken…. .
Nun ja, so kann es passieren, wenn man mit einer Kräuterfrau unterwegs ist ......

Jetzt im ausgehenden Winter ist es besonders spannend. Ja, auch die kleinen Kräuter spicken durchaus schon aus dem Boden. Zumindest in unserer Gegend.
Was aber noch viel spannender ist - den Blick nach oben zu lenken.
Da finden gerade völlig unbemerkt enorme Kraftakte statt.

Die Bäume fangen wieder an Wasser in die Spitzen zu pumpen, um die noch schlafenden Knospen zu wecken. Und wenn wir genau hinschauen, können wir beobachten, wie die Knospen anschwellen und bald ihre Blätter austreiben. Die ganze vitale Lebenskraft des Baumes konzentriert sich in den Knospen. Die sind dabei so vielfältig und unterschiedlich in ihrer Form und Farbe oder in der Struktur ihrer Schuppen.  So gibt es zum Beispiel die großen klebrigen Knospen der Rosskastanie oder die mattschwarzen zugespitzten Knospen der Esche. Oder die teilweise braun-rot- bis braun-lilafarbenen länglich eiförmigen Knospen der Schwarzerle. Im Moment kann man auch noch die kleinen roten Blütenblätter der Haselnuss beobachten. Winzig klein, wie kleine rote Zünglein.      

    Rosskastanie KnospeRosskastanie Knospe                         

Habt ihr schon mal die Knospe einer Rosskastanie genauer angesehen?

Es lohntRosskastanie BlütenknospeRosskastanie Blütenknospe sich, solch eine Knospe mal zu halbieren und dieses kleine Wunder zu betrachten.

Probiert es doch einfach mal aus.

 

 

 

 

 

Es gibt ein Uraltes Wissen um die Kräfte der Knospen, das weit in unsere Vergangenheit zurückreicht.
Unsere Vorfahren nutzten sie als Kraftnahrung, Energiefutter und Naturmedizin. Das wundert kaum, steckt doch so viel Vitalität und Lebendigkeit in der Knospe.

Bereits der Papyrus Ebers (eine 3.600 Jahre alte medizinische Aufzeichnung der Ägypter) beschreibt die Knospen und Triebspitzen des Ahorns als ein göttliches Heilmittel. Im indischen Ayurveda finden sich Aufzeichnungen in den alten Schriften, Galenos von Pergamon (ein griechischer Arzt 129 – 201 n.Chr.) heilte Verbrennungen mit Hilfe der Knospen der Schwarzpappel und Hildegard von Bingen (1098 – 1179 n.Chr.) setzte Knospen des Apfelbaumes zur Linderung von Kopfschmerzen ein.

Dieses alte Wissen ist weitgehend in Vergessenheit geraten, bis sich der belgische Arzt Paul Henry in den 1950er Jahren mit der Gemmotherapie beschäftigt und darüber geforscht hat. Der Begriff Gemmotherapie leitet sich ab vom lateinischen "gemma“, was Knospe oder Auge bedeutet. „Baumaugen“ – zarte feine Antennen, mit denen Bäume ihre Umwelt wahrnehmen. Aber auch Edelstein, Juwel oder Preziose. So sind Knospen nichts anderes als Edelsteine am Ende eines Zweiges. Welch ein schönes Bild.

Knospen sind eine reichhaltige Quelle gesundheitsförderlicher Wirkstoffe – Beispielsweise pflanzliche Hormone (Auxine und Gibberelline und Cytokinine), Enzyme, Phytoproteine, Kohlenhydrate, sekundäre Pflanzenstoffe, wie Flavonoide, Gerbstoffe und ätherische Öle.

Im Alpenraum ist das Wissen um die Knospen und die Baumkräfte noch erhalten geblieben. Meist durch mündliche Überlieferungen.

 

Kulinarisch nutzen könnt ihr Knospen zum Beispiel:


- frisch und roh auf einer Wanderung

(probiert doch mal eine oder zwei Brombeerknospen; diese gut kauen, dann schmeckt sie leicht nach KokosBrombeere KnospeBrombeere Knospe

- als Salatbeigabe

- als Kräutersalz

- in Smoothies

- als Salz- oder Zuckerzubereitung

- in frischen Soßen und Pestos

 

 

!Wichtig!:

Um harmonisierend, regenerierend und entgiftend auf unseren Körper zu wirken reichen kleinste Mengen der Knospen.

Als kleine Richtschnur gilt: Wir sammeln Äpfel im Kübel, Kräuter im Korb und Knospen im Fingerhut!

Wichtig ist auch, dass ihr nur sehr wenige Knospen eines Zweiges nehmen dürft, sonst stirbt der Zweig ab.

Und bitte informiert euch vorher genau über die essbaren Bäume.

Lecker sind zum Beispiel die Knospen, frischen Blätter und Triebspitzen des Ahorns, der Birke oder der Linde. Ob als Knospe, als keimender Spross, als wachsende Triebspitze, selbst ein sich aufblätterndes Blatt verfügt über die wohltuenden Kräfte wie eine Knospe.

Rudolf Steiner sagte: „Lebendiges entsteht aus Lebendigem durch den Keim. Die Kraft angekeimten Lebens fördert die lebendigen Prozesse in der Pflanze und im Menschen“.

Es lohnt sich also, sich ausführlicher mit diesen kleinen Juwelen zu beschäftigen oder sie zumindest jetzt im Winter und beginnenden Frühling zu bewundern.

Mehr darüber erfahrt ihr auch immer wieder bei meinen geführten Kräuterwanderungen!

Herzlichst

Eure Angelika

Ahorn Knospe

Ahorn Knospe

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Imbolc - Maria Lichtmess - 2. Februar

Veröffentlicht am 02.02.2021

Imbolc - Maria LichtmessImbolc - Maria LichtmessImbolc - Maria Lichtmess

Ist es euch auch aufgefallen?
Die Tage sind wieder länger geworden. Es ist etwa eine Stunde länger hell.
Bei den alten europäischen Naturvölkern hieß es „der Sonnenhirsch ist wieder da und hat einen Sprung ins Licht gemacht“. Ein schönes Bild.

Brigid – die weiße Göttin – Tochter der Frau Holle wandelt wieder über die Erde und weckt mit ihrem leichten Tritt und ihrem sanften Gesang Blumen und Kräuter aus dem Winterschlaf. Wenn sie an den Bäumen rüttelt, beginnt deren Lebenssaft wieder zu fließen und wenn man in den nächsten Wochen ein Ohr an einen Birkenstamm legt, kann man, mit etwas Glück, den Saft unter der schützenden Borke blubbern hören.Sonnenhirsch - Imbolc - HaselblüteSonnenhirsch - Imbolc - Haselblüte

Wenn wir genau hinschauen, dann sehen wir schon die ersten Gierschspitzen, die neugierig aus der Erde spicken. Die Vögel zwitschern im Gebüsch, als wenn Sie die weiße Göttin begrüßen würden.

Die Hasel fängt an zu blühen und schickt ihre Pollen mit dem Wind auf die Reise. Habt ihr schon ihre winzig kleinen blutroten Blütensternchen entdeckt?

Imbolc steht für die Rückkehr des Lichtes, Erneuerung und Zuversicht – die Gewissheit, dass immer ein neuer Frühling kommt und die Starre, die Kälte und Dunkelheit vertreibt.

Ich finde, das ist ein schöner Gedanke, gerade in der jetzigen Zeit.

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Corona und was wir selbst in der Hand haben!

Veröffentlicht am 12.11.2020

Fire-Cider-OxymelFire-Cider-OxymelGeht’s euch auch so?

Ich bekomme immer mehr das Gefühl, zumindest, wenn ich das mediale Geschehen verfolge, dass unsere Gesellschaft nur noch wie das kleine Mäuschen vor der Schlange sitzt und auf den heilsbringenden Impfstoff wartet. Ohne diesen scheinen wir auf Dauer dem Untergang geweiht zu sein….

Was ich damit sagen will?

Meiner Meinung nach ist zu viel Angst im Getriebe und die ist bekanntermaßen schlecht für die Immunabwehr!

Bitte versteht mich nicht falsch, es ist mit Sicherheit sinnvoll, einen Impfstoff und Medikamente gegen Covid-19 zu entwickeln. Auch Masken zu tragen und Abstand halten macht wohl Sinn.

Was mir nur extrem fehlt, sind Mut machende Worte und Apelle, die eigenen Möglichkeiten auszuschöpfen, diesem Virus die Stirn zu bieten.

Was ich damit meine?

Wir alle können selbst so viel dafür tun, unser Immunsystem zu stäken.
Unbestritten ist doch, dass ein starkes Immunsystem Viren und Bakterien bekämpfen kann und wir uns womöglich gar nicht erst anstecken!

Und da können wir doch aus einem großen Pool an Möglichkeiten schöpfen:

Angefangen bei hochwertiger Ernährung – also am besten selbst mit viel (Bio)Gemüse kochen und ausreichend Obst essen. Denkt hier auch an unsere heimischen Powerfoods wie die Hagebutte, die Eberesche, die Aroniabeere, Holunder oder Sanddorn. Allesamt haben sie einen sehr hohen Vitamin-C Gehalt, der auch die Zitrone noch toppen kann.

Selbstverständlich – wie könnte es auch anders sein – unsere heimischen Wildkräuter. Auch jetzt lassen sich noch verschiedene Kräuter finden und ins Essen einbinden. Sei es im Salat oder als Würze.
Ihr findet jetzt beispielsweise noch Spitzwegerich, Schafgarbe, Löwenzahn, Vogelmiere, Gundelrebe, Nelkenwurz oder auch Brennnesseln. Mit ihren vielfältigen Inhaltsstoffen (Vitamine, Mineralstoffe, Flavonoide etc.) puschen auch sie unser Immunsystem. Ein Teller Bratkartoffeln mit Löwenzahnblättern – lecker!

Fermentiertes Gemüse wie Sauerkraut (unsere Vorfahren waren ganz schön clever!) oder koreanisches Kimchi hat erwiesenermaßen einen sehr hohen Vitamin C Gehalt. Auch fermentierte Getränke wie Kombucha zum Beispiel.

Wir haben tolle Gewürze, die uns hier klasse unterstützen können. Kurkuma, Knoblauch, Ingwer, Nelken etc. Wie wäre es mit einem leckeren Holunderpunsch am Abend, mit Nelke und Zimt gewürzt?

Industriell vorgefertigte Nahrungsmittel aus dem Supermarkt sind bekanntermaßen nicht wirklich hilfreich.

Eine weitere Möglichkeit sind die Wasseranwendungen nach Sebastian Kneipp, Saunagänge oder lange Waldspaziergänge. Für mich ist ein ausgiebiger Waldspaziergang eine echte Wohltat. Sowohl für die Seele, wie auch für den Körper. Und besonders jetzt im Herbst, wenn es im Wald so wunderschön erdig und nach Pilzen riecht, die Luft so schön feucht ist und manchmal eine Fahne von frischem harzigen Nadelholz meine Nase streift. Wenn dann noch die Sonne mein Gesicht streichelt, dann ist mein Glück perfekt! Und dass feuchte Luft gut für die Schleimhäute und die Lungen ist – ein positiver Nebeneffekt!

Was mir noch einfällt, sind sogenannte Oxymels.

Ein Oxymel ist ein medizinischer Sirup aus Honig und Essig – auch Sauerhonig genannt. In der Weltmedizin ist er seit 2.500 Jahren als eigene Arzneiform verankert. Seine Wirkungen sind so vielseitig, dass der Arzt eines ägyptischen Herrschers die Frage wieviele Anwendungen es für Oxymel gäbe mit: „nicht weniger als 88 therapeutischen Indikationen“ beantwortete.
Tausende Medikamente mit Oxymel sind weltweit dokumentiert. Wissenschaftler im Persien des Mittelalters sollen allein 1200 therapeutische Oxymel-Varianten katalogisiert haben.

Ein Rezept für ein Oxymel - den in Amerika geschätzten Fire-Cider - findet ihr im Anschluss.

So, das musste ich jetzt mal loswerden.

Kommt gesund und fröhlich durch Herbst und Winter und wir sehen uns bestimmt im nächsten Frühjahr, wenn die wilden Kräuter wieder sprießen.

Herzliche Grüße

Angelika

Eine Frage noch zum Schluß:  Wie pusht ihr euer Immunsystem?

 

Fire Cider – Ein Immunbooster

Zutaten:

400g Honig

600g Essig

1 große rote Zwiebel

1 etwa Daumenlanges Stück Ingwer

½ Meerrettichwurzel

3-4 Knoblauchzehen

1 EL Senfkörner

1 Zimtstange

1 TL Gewürznelken

1 scharfe Chili

1 Bio Orange/Zitrone oder Grapefruit

Etwa eine Handvoll Thymian

So geht’s:

Essig und Honig gut vermischen.
Zwiebel, Ingwer, Meerrettich, Knoblauch, Chili und Orange in kleine Stücke schneiden und in ein Glas schichten. Thymian mit dazu geben und mit der Essig-Honig-Mischung übergießen. Das ganze mindestens für zwei Wochen kühl und dunkel ruhen lassen. Anschließend durch ein Sieb filtern und in eine Flasche füllen.

 

Ihr könnt auch je nach Vorliebe andere Kräuter verwenden. Rosmarin, Zistrose oder Oregano passen auch sehr gut. Auch Hagebutten oder Holunderbeeren sind eine gute Idee. Seid kreativ.

Bei kühler und dunkler Lagerung hält sich der Fire-Cider etwa 1 Jahr.

Zur Stärkung des Immunsystems nimmt man täglich 1 TL Fire-Cider Oxymel im Verhältnis
1:10  mit Wasser oder Tee verdünnt ein.
Ihr könnt das Oxymel auch als Würzmittel verwenden – z.B für ein Salatdressing.

Dieses Fire-Cider Oxymel wirkt desinfizierend und durchblutungsfördernd, stärkt die Abwehrkräfte und hat eine intensive antibakterielle Wirkung bei Fieber, Grippe, Erkältungen und Halsbeschwerden.

 

 

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Lavendel - Arzneipflanze des Jahres 2020

Veröffentlicht am 08.07.2020

Artikel in der Stadtteilzeitung der Nordweststadt - Karlsruhe

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